|
|
 |
Aktuelles
 |
Hermann Bahr - Jaroslav Kvapil: Eine Freundschaft jenseits nationaler Vorgaben
Prag, 22. April 2010 - Ein weitgehend unbekanntes Kapitel der Berührung deutschsprachiger mit tschechischer Kultur wird anhand der Korrespondenz zwischen dem österreichischen Schriftsteller, Dramatiker und Theaterkritiker Hermann Bahr (1863-1934) und dem tschechischen Autor, Theatermann und Politiker Jaroslav Kvapil (1868-1950) in dieser in der Galerie des Österreichischen Kulturforums Prag vom 21. April bis 31. Mai zu sehenden Ausstellung beleuchtet.
Im Mittelpunkt der Schau stehen die vielfältigen ästhetischen wie (kultur)politischen Aktivitäten der beiden Protagonisten, die zweifellos zu herausragenden Künstlern ihrer Zeit und ihres Sprachkreises zählten. Dem Nationalen durchaus zugetan, teilten sie die engstirnigen nationalen Vorstellungen ihrer Zeit nicht. Erst während des Ersten Weltkriegs werden ihre unterschiedlichen Ansichten deutlich. Während die Beschäftigung mit Böhmen Hermann Bahr dazu führte, eine genuin österreichische Identität zu konstruieren, war Jaroslav Kvapil allein schon durch seine Beteiligung am Manifest der tschechischen Schriftsteller, die nationale Eigenständigkeit forderten, entscheidend an der Entstehung der Tschechoslowakei beteiligt.
Mit dieser Ausstellung, die von Dr. Kurt Ifkovits, Österreichisches Theatermuseum, kuratiert wird, werden die Bemühungen fortgesetzt, die Geschichte beider Länder eingehend zu beleuchten, Verbindendes in Erinnerung zu rufen und dabei Trennendes nicht zu vergessen, um einander mit noch größerem Verständnis zu begegnen.
Rückfragehinweis:
Österreichisches Kulturforum Prag Jungmannovo nám.18 110 00 Praha Tschechische Republik
|
|
 |
|
 |
|