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Jubiläen

 
20 Jahre Österreich-Bibliothek Olmütz

Am 22. November 2012 feierte das Institut für Germanistik der Palacký-Universität in Olmütz das 20jährige Jubiläum der Österreich-Bibliothek. Diese Institution, die in über 25 Staaten in Mittel- und Osteuropa eine unmittelbare Kontaktstelle zur österreichischen Kultur und Geschichte darstellt, wurde in Olmütz im Jahre 1992 eingerichtet, auf Betreiben von Dr. Wolfgang Kraus und unter tatkräftiger Unterstützung österreichischer und Olmützer (kultur-)politischer und akademischer Vertreter.

Die Jubiläumsfeier setzte sich aus mehreren Programmpunkten zusammen: Zum einen wurde sie mit der Lesung des österreichischen Autors Josef Winkler verbunden, die vom Österreichischen Kulturforum in Prag organisiert und finanziert wurde. Das Österreichische Kulturforum ist mit der Österreich-Bibliothek stark verbunden – sorgt es doch mit der Vermittlung von Lesungen österreichischer Autorinnen und Autoren für den unmittelbaren Kontakt mit österreichischer Gegenwartsliteratur, was gerade im nichtdeutschsprachigen Ausland eine nicht zu unterschätzende Fördertätigkeit darstellt. Josef Winkler las bei dieser Gelegenheit aus seinem Roman Roppongi. Requiem für einen Vater und faszinierte die anwesenden Gäste mit seinen eindrücklichen und geradezu beschwörenden Sprachbildern.

Dem Autor lauschten Lehrende und Studierende des Instituts für Germanistik der Philosophischen Fakultät sowie des Studienganges Deutsche Sprache der Pädagogischen Fakultät, der Dekan der Philosophischen Fakultät, Doc. Jiøí Lach, außerdem Olmützer Freunde der Österreich-Bibliothek und auch Österreichische Lektorinnen und Lektoren, die sich in diesen Tagen zum alljährlichen Lektorentreffen in Olmütz eingefunden hatten.

Anschließend an die Lesung Josef Winklers und eine kurze Diskussion mit dem Autor fand eine Preisverleihung statt. Mag. Walter Persché erhielt den Ludvík-Václavek-Preis für besondere Verdienste um das Olmützer Institut für Germanistik. Dieser eingetragene Preis mit dem Zusatztitel „Geballtes Wissen“ (entworfen und gestaltet von Christine Habermann) wurde im Jahr 2011 ins Leben gerufen, anlässlich des 80. Geburtstags von Ludvík Václavek. Professor Václavek ist wie kaum ein anderer mit dem Olmützer Institut für Germanistik verbunden. Seine früh erblühende akademische Karriere wurde 1968 mit der Niederschlagung des so genannten Prager Frühlings abrupt unterbrochen – er durfte die Universität und damit auch ‚sein’ Institut nicht mehr betreten. Im Hintergrund aber blieb der Kontakt auch in den folgenden zwei Jahrzehnten bestehen und mit der Wende kehrte Professor Václavek an das Institut und in die universitäre Verwaltung – als Dekan der Philosophischen Fakultät – zurück. Bis heute ist er dem Institut als Lehrender verbunden.

Seit 2011 kann er den nach ihm benannten Preis an ausgewählte Personen vergeben – anlässlich der Bibliotheksfeier bekam ihn wie erwähnt Mag. Walter Persché. Mag. Persché war dem Institut und auch der Österreich-Bibliothek in seiner Zeit als Direktor des Österreichischen Kulturforums und Kulturrat der Österreichischen Botschaft in Prag überaus gewogen und hat mit großer Begeisterung Projekte und Vorhaben initiiert und unterstützt.

Abschließend lud das Institut für Germanistik noch zu einem Konzert der österreichischen Band Gin Ga. Damit sollten in erster Linie die jungen Benützer der Österreich-Bibliothek, das heißt die Olmützer Studierenden der Germanistik, aber auch anderer Studienrichtungen, angesprochen werden. Außerdem sollte damit betont werden, dass sich die Aufgaben der Österreich-Bibliothek nicht nur auf den Bereich der Literatur beschränken, sondern allgemein auf das Gebiet der Vermittlung österreichischer (gegenwärtiger!) Kultur in all ihren Erscheinungen erstrecken.

 
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