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Anton Gindely-PreisträgerInnen

 
Der Anton Gindely-Preis für Kultur und Geschichte Mittel,- Ost- und Südosteuropas wird seit 1997 vom Institut für den Donauraum und Mitteleuropa zur Auszeichnung von Wissenschafterinnen und Wissenschaftern vergeben, die in ihrem Werk einen besonderen Beitrag zur grenzüberschreitenden kulturellen und historischen Verständigung in der sprachlichen, nationalen und konfessionellen Vielfalt des Raumes und damit zum Verständnis der Wurzeln des „neuen Europa“ geleistet haben. Er schließt an den Anton Gindely-Preis für Geschichte der Donaumonarchie (1979-1991) und an den Anton Gindely-Staatspreis für Geschichte der Donaumonarchie und Mitteleuropas (1992-1996) an.

Der Preis ist nach dem Historiker Anton Gindely (1829-1892) benannt, Sohn eines deutsch-ungarischen Vaters und einer tschechischen Mutter, ab 1867 Ordinarius der Karls-Universität Prag, Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien, Geschichtslehrer des Kronprinzen Rudolf. Wegen seiner übernationalen, versöhnlichen Haltung wurde Gindely Opfer von Angriffen aus entgegengesetzten nationalchauvinistischen Lagern.

Der Gindely-Preis wird vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur getragen und ist mit € 7.200. Den Vorsitz der Jury führt zur Zeit Univ. Prof. Dr. Ernst Bruckmüller von der der Universität Wien.

PreisträgerInnen

„Anton Gindely-Preis für Geschichte der Donaumonarchie“

1979 Richard Georg Plaschka, Horst Haselsteiner und Arnold Suppan (Wien)
1980 Ludwig Gogolák (Wien) und Sergij Vilfan (Laibach)
1981 Monika Glettler (München)
1982 Moritz Csáky (Wien) und Helmut Slapnicka (Linz)
1983 Emil Brix und Joanna Radzyner (Wien)
1984 Ferdinand Hauptmann (Graz)
1985 Horst Haselsteiner (Wien) und Eva Somogyi (Budapest)
1986 Robert J.W. Evans (Oxford) und Péter Hanák (Budapest)
1987 Josef Polišenský (Prag)
1988 Mirjana Gross (Agram)
1989 Friedrich Gottas (Salzburg)
1990 Otto Urban (Prag)


„Anton Gindely-Staatspreis für Geschichte der Donaumonarchie und Mitteleuropas“

„Anton Gindely-Preis für Publikationen zur Kultur, Geschichte und Integration in Mittel-, Ost- und Südosteuropa“

 

1998 Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Gerald Stourzh (Wien)
1999 Em. Univ.-Prof. Dr. Peter Sugar
2000 Em. Prof. Dr. Alice Teichova (Prag)
2001 Em. Univ.-Prof. Dr. Emil Niederhauser (Budapest)
2002 Em. Univ.-Prof. Dr. Józef Buszko (Krakau)
2003 Hauptpreis:
Projekt „Central European Cooperative Oncology Group (CECOG)“ unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Christoph Zielinski (Klinik für Innere Medizin, Wien)

Nebenpreise:
1. „Post-Netzwerk der mittel- und osteuropäischen Pastoraltheologinnen und Pastoraltheologen“ (Projektleitung: Univ. Prof. DDr. Paul M. Zulehner, Institut für Pastoraltheologie der Universität Wien) sowie
2. „Die Anwendung von Europarecht in Österreich und Bulgarien, Polen, Rumänien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik und Ungarn“ (Dr. Bedanna Bapuly, Forschungsstelle für institutionellen Wandel und europäische Integration der Österreichischen Akademie der Wissenschaften)
2004 Hauptpreis:
Donaurektorenkonferenz

Nebenpreise:
1. „Households, Work and Flexibility” (Prof. Claire Wallace, IHS Wien)
2. „Soziale Strukturen in Böhmen, 16. bis 19. Jahrhundert“ (A.o. Prof. Markus Cerman, Univ. Wien)
2005 Dr. Tamara Griesser-Pecar (slowenische Historikerin)
2006

Univ.-Prof. Dr. Jirí Malír (tschechischer Historiker, Masaryk-Universität Brno)

2007 PhDr. Jirí Koralka, DrSc. (tschechischer Historiker)

Ansprechpartner für den Anton Gindely-Preis ist Mag. Daniel Rosenauer
(d.rosenauer@idm.at Tel.: +43 1 319 72 58 – 19)

[Quelle: Institut für den Donauraum und Mitteleuropa Wien, Stand: November 2006]

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