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Mozartjahr adé - Musikergedenktage 2007

125. Geburtstag

KÁLMÁN, Emmerich (Imre), 24.10.1882 Siófok - 30.10.1953 Paris

Komponist. K. wollte zunächst Konzertpianist werden, musste diesen Plan wegen einer Erkrankung der rechten Hand aber aufgeben und studierte zusammen mit B. Bartók und Z. Kodály Komposition bei H. Kößler an der Landesakademie für Musik in Budapest. 1907 erhielt er den Franz-Joseph-Preis der Stadt Budapest. Mit dem Zigeunerprimas (1912) schuf K. einen eigenen Typ der Ungarn-Operette, der in der Folgezeit neben der Berliner und Wiener Operette überaus beliebt wurde. Die Csárdásfürstin (1915) machte ihn schließlich zu einem der bekanntesten Operettenkomponisten seiner Zeit. 1938 emigrierte er nach Zürich, Paris und schließlich nach New York. 1948/49 kehrte er nach Europa zurück, wo er wenige Jahre später in Paris verstarb.

 

JALOWETZ, Heinrich, 3.12.1882 Brünn - 2.2.1946 Black Mountain, N C/USA.

Dirigent und Komponist. Studierte Musikwissenschaft bei G. Adler in Wien (1908 Dr.), war 1904–08 Schüler A. Schönbergs sowie A. v. Zemlinskys. 1938 emigrierte er über Prag in die USA (Exil) und war 1939–46 Prof. am Black Mountain College, „einer der Schnittstellen zwischen Wiener Schule und experimenteller Musik“, zu der auch E. Steuermann und E. Krenek Kontakt hatten

J.s Nachlass befindet sich in der Paul Sacher-Stiftung in Basel/CH.

 

120. Geburtstag

WITTGENSTEIN Paul, 5.11.1887 Wien - 3.3.1961 New York,

Pianist, Sohn des Stahlindustriellen Karl W. (und Bruder von Ludwig W., 1889-1951). Zum Freundeskreis der Familie zählten C. Schumann, J. Brahms, P. Casals und G. Mahler. Klavierunterricht bei Th. Leschetitzky, M. Bree, und J. Labor. Debütierte 1913 in Wien. Verlust des rechten Arms im 1. Weltkrieg. Ins Exil nach New York. 1947 Veröffentlichung seiner Klavier-Schule für die linke Hand in drei Bänden. Sein Nachlass befindet sich in Hongkong.

 

TOCH, Ernst, 7.12.1887 Wien - 1.10.1964 Los Angeles

amerik. Komponist und Pianist öst. Herkunft. Er studierte 1906-09 Medizin und Philosophie in Wien u. Heidelberg, 1909-12 Klavier bei Willy Rehberg in Frankfurt/M. und wurde 1913 Lehrer für Klavier und Komposition an der Musikhochschule Mannheim. 1921 promovierte er im Fach Musikwissenschaft an der Univ. Heidelberg. Seit 1929 lebte er als Klavier- und Kompositionslehrer in Berlin, emigrierte 1933 über Paris und London in die USA und lehrte seit 1934 an der New School of Social Research in New York. 1936 ließ er sich in Los Angeles nieder, er lehrte an der University of Southern California.

 

115. Geburtstag

TAUBER, Richard, 16.5.1892 Linz - 8.1.1948 London

studierte am Hoch'schen Konservatorium in Frankfurt am Main und debütierte 1913 in Chemnitz als Tamino mit so großem Erfolg, dass er im selben Jahr an die Dresdner Hofoper engagiert wurde; sang ab 1915 auch in Berlin, Wien und München und machte sich vor allem als Mozart-Interpret einen Namen. Er war wegen seines kontrollierten, langen Atmens berühmt. 1938 Exil London.

 

STEUERMANN, Eduard, 18.6.1892 Sambor- 11.11.1964 New York

Pianist und Komponist. S. studierte 1911-14 Klavier bei F. Busoni und Komposition bei A. Schönberg in Berlin. 1912 wirkte er bei der Uraufführung von dessen Pierrot lunaire mit und gehörte seither zum engsten Freundeskreis des Komponisten, von dem er später viele Klavierwerke uraufführte. 1932-36 lehrte er am Jüdischen Konservatorium in Krakau, emigrierte 1937 in die USA, unterrichtete dort 1948-52 an der Philadelphia Music Academy und seither an der Juilliard School of Music in NY. Seine eigenen Werke sind in freier Atonalität oder in Zwölftontechnik geschrieben.

 

110. Geburtstag

JONAS, Oswald, 10.1.1897 Wien - 19.3.1978 Riverside, CA (USA)

Musikwissenschaftler 1915-22 Privatschüler von H. Schenker, seit 1915 Klavierschüler von M. Violin. Jusstudium an der Univ. Wien (1921 Dr.). 1930-34 Lehrtätigkeit am Stern’schen Konservatorium in Berlin. Mitbegründer des Schenker-Instituts am Neuen Wiener Konservatorium und der Zeitschrift Der Dreiklang (mit Felix Salzer).1938 Emigration in die USA. 1942-65 Lehrtätigkeit an der Roosevelt Univ. in Chicago. 1962-65 und 1973-75 Lehrtätigkeit an der Wiener MAkad. (Liederkurs, Musikalische Analyse und Interpretation). Ab 1965 Prof. an der Univ. of California in Riverside/CA. Lehrte auch an den Univ.en in Tübingen, Hamburg, Warschau und Bern. In den letzten Lebensjahren arbeitete J. v. a. am Schenker-Nachlass.

 

105. Geburtstag

Bing, Sir Rudolf, 9.1.1902 Wien – 2.9.1997 New York City, zugleich 10. Todestag

Dirigent, Operndirektor; Sohn eines österreichischen Stahlmagnaten. Begann seine Karriere als Opernmanager in den 20er Jahren in Deutschland und wirkte ab 1933 in England (Glyndebourne Opera); ab 1946 britischer Staatsbürger, 1950-72 Direktor der Metropolitan Opera in New York, 1971 in den Adelsstand erhoben.

 

Rosé, Alfred, 11.12.1902 Wien - 7.5.1975 Ontario (CDN)

Dirigent, Pianist, Komponist. Sohn Arnold Rosés. Schüler von A. Schönberg, K. Weigl, F. Schmidt. Korrepetitor an der Wiener Staatsoper 1922-27. Begleitete als Pianist das Rosé-Quartett. Musikdirektor des Max-Reinhardt-Theaters 1923/4. Dirigent in Berlin und Wien (Volksoper 1927-38). 1938 ins Exil nach Amerika. Lehrer für Musiktheorie und Klavier in Cincinatti bis 1948. 1948-73 an der University of Western Ontario, ab 1950 Organist und Chorleiter der St. Martins Church. Führte die Musiktherapie am Westminster Hospital ein.

 

100. Geburtstag

PAHLEN, Kurt, 26.5.1907 Wien - 24.7.2003 Lenk

Dirigent, Musikschriftsteller. P. begann seine Laufbahn in Wien, dirigierte Orchester, gründete und leitete Chöre in Wiener Arbeiterbezirken. 1934 schuf er das damals stark beachtete Wiener Opernstudio. 1939  flüchtete er nach Buenos Aires, wo er die ständige Leitung der Filarmónica Metropolitana übernahm. Seit den 1970er Jahren lebt Pahlen in der Schweiz und wirkt als Gast in vielen Ländern und Städten Europas. 1993 wurde in der Schweiz eine Kurt Pahlen-Gesellschaft gegründet.

 

95. Geburtstag

EGGERTH, Marta, 17.4.1912 Budapest - lebt in New York.

Sängerin, Filmschauspielerin. Ausbildung als Sängerin und Schauspielerin. Bühnendebüt 1921, Filmdebüt 1927. Ihre Mitwirkung in Filmoperetten machte sie international berühmt, z.B in W. Forsts Leise flehen meine Lieder (1933), G. Jacobys Die Csardasfürstin (1934) u.v.a.. Mit ihrem Ehemann J. Kiepura trat sie u.a. in Zauber der Boheme (1937) auf. 1938 mußten beide ihrer Abstammung wegen ins Exil nach Amerika.

 

75. Todestag

HERTZKA, Emil, 3.8.1869 Pest (Budapest) - 9.5.1932 Wien

Musikverleger. Studierte Chemie, Literatur und Musikwissenschaften. Ab 1893 beim Musikverlag Weinberger. 1907-32 Leiter der 1901 gegründeten Universal Edition, die er zum führenden Musikverlag für zeitgenössische Musik machte (u.a. Mahler, Schreker, Schönberg, Casella, Malipiero, Webern).

 

65. Todestag

ZEMLINSKY, Alexander, 14.10. 1871 Wien - 15.3.1942 New York

öst. Komponist und Dirigent. Z. studierte seit 1885 am Konservatorium in Wien. Er errang rasch Erfolge - eine Oper (Sarema), eine Symphonie (B-Dur) und Lieder von ihm wurden preisgekrönt. 1895 lernte er Brahms kennen, der erheblichen Einfluss auf sein Schaffen gewann und den ersten Verleger (N. Simrock) vermittelte. 1896 befreundete er sich mit dem jungen Schönberg, den er unterwies und der 1901 Z.s Schwester Mathilde heiratete. 1900 führte Mahler an der Wiener Hofoper mit Erfolg eine Oper von ihm auf. Mahler holte ihn 1907 an die Hofoper, doch kehrte Z. nach dessen Abgang im Dezember 1907 an die Volksoper zurück. 1930 wirkte er als Gastdirigent an der Berliner Staatsoper Unter den Linden und lehrte an der Berliner Musikhochschule Partiturspiel und Chorleitung. 1933 kehrte er nach Wien zurück. 1938 floh er über Prag in die USA, wo er nach längerer Krankheit vereinsamt starb.

 

SCHULHOFF, Erwin, (Ervín)   8.6.1894 Prag - 18.8. 1942 im KZ Wülzburg (Bayern)

tschechischer Komponist. Er studierte an den Konservatorien in Prag (1904-06), Leipzig (1908-10) und Köln (1911-14) und nahm außerdem Unterricht bei M. Reger und Cl. Debussy. 1913 erhielt er den Mendelssohn-Preis für Klavier und 1918 für Komposition. Nach dem 1. Weltkrieg lebte er als freischaffender Pianist und Komponist, 1935-38 war er in der CSR beim Rundfunk angestellt. Zu seinem Schutz erhielt er 1938 die sowjetische Staatsbürgerschaft.

 

50. Todestag

RÉTI, Rudolf, 27.11.1885 Uzice (Serbien, YU) - 7.2.1957 Montclair (NJ, USA)

Komponist, Pianist, Musikwissenschaftler Promovierte an der Wr. Universität bei G. Adler und studierte an der Musikhochschule. Pianist im Verein für musikalische Privataufführungen. Initiator des 1. Kammermusikfestes der IGNM 1922 in Salzburg. 1930-38 Musikkritiker der Wr. Zeitung 'Das Echo'. Ab 1939 im amerikanischen Exil, wo seine meisten Kompositionen (z.B. Symphonia mystica, 1951 und Korintherbrief Kapitel 13, 1956/7) und die musiktheoretischen Arbeiten (The Thematic Process in Music, 1951; Tonality-Atonality-Pantonality, 1958) entstanden.

 

BENATZKY, Ralph, 5.6.1884 Mährisch-Budwitz - 17.10.1957 Zürich

östr. Komponist und Librettist. Er studierte in Prag und München, wurde zum Dr. phil. promoviert, erhielt anschließend seine musikalische Ausbildung u.a. bei F. Mottl an der Akademie der Tonkunst in München. Er wirkte zunächst in Wien, ging dann nach Berlin zu M. Reinhardt. 1938 zwang ihn der Nationalsozialismus, Deutschland zu verlassen; er lebte zunächst in der Schweiz, dann in Amerika, nach dem 2. Weltkrieg wieder in der Schweiz.

 

KORNGOLD, Erich Wolfgang, 29.5.1897 Brünn - 29.11. 1957 Hollywood

Komponist. Das Klavierspiel des 10jährigen - eines der berühmtesten Wunderkinder des 20. Jhdt. - beeindruckte G. Mahler, der Zemlinsky als Lehrer empfahl. Das Ballett Der Schneemann, das K. 11jährig komponierte, wurde in der Instrumentation Zemlinskys an der Wiener Hofoper uraufgeführt. 1916 dirigierte B. Walter die UA der Kurzopern Der Ring des Polykrates und Violanta in München. Ein großer Erfolg war die Doppelpremiere seiner Oper Die tote Stadt sowohl in Hamburg als auch in Köln. Daneben arrangierte er in Berlin Operetten von J. Offenbach für Max Reinhardt. Mit ihm arbeitete K. ab 1934 in Hollywood an verschiedenen Filmprojekten (u.a. Sommernachtstraum). Als 1938 seine neue Oper Die Kathrin wegen ihres politisch missliebigen Inhalts (dt.-frz. Verbrüderung) vor der UA in Wien abgesetzt wurde, ging K. endgültig in die USA ins Exil. Seine sinfonisch durchkomponierten Arbeiten bedeuteten eine Aufwertung der Filmmusik, er wurde einer d. erfolgreichsten u. angesehensten Filmkomponisten, was jedoch seinem künstlerischen Renommée als Opernkomponist schadete.

 

45. Todestag

EISLER, Hanns, 6.7.1898 Leipzig - 6.9.1962 (Ost-)Berlin

dt. Komponist. E. erhielt 1919-23 Kompositionsunterricht bei A. Schönberg und A. von Webern in Wien. Für seine Klaviersonate op. 1 wurde er 1924 mit dem Musikpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. 1925-33 unterrichtete er am Klindworth-Scharwenka-Konservatorium in Berlin, wo er sich der Gruppe proletarischer Musiker (Komsomol)anschloß und seine Zusammenarbeit mit B. Brecht begann. 1933 emigrierte er über Österreich, Dänemark und Spanien in die USA. 

 

KREISLER, Fritz, 2.2.1875 Wien - 29.1.1962 New York

östr. Violinist und Komponist. Er studierte Musik bei seinem Vater, bei J. Hellmesberger d. J. und A. Bruckner in Wien, dann bei L. Massart und L. Delibes in Paris. Nach einer Konzerttournee durch die USA mit dem Pianisten Moriz Rosenthal (1888) gab er für 6 Jahre das Violinspiel auf, studierte Medizin und leistete seinen Militärdienst ab. Seit 1898 konzertierte er wieder in Europa und den USA. Nach Heilung einer Kriegsverwundung (1914) nahm er seine Konzerttätigkeit bald wieder auf. 1924-32 lebte er überwiegend in Berlin, 1933-34 in Paris, dann in den USA. K. war einer der beliebtesten Violinisten seiner Zeit. Seine Alt-Wiener Tanzweisen für Violine und Klavier (Liebesfreud, Liebesleid, Schön Rosmarin, aus den Klassischen Manuskripten) sind bis heute als Unterhaltungsmusik erfolgreich geblieben.

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40. Todestag

STÖHR, Richard, (eig. Stern) 11.6.1874 Wien - 11.12.1967 Montpelier, Vermont; USA

Musikpädagoge, Komponist. Der weit über die Grenzen Europas hinaus berühmte Musikpädagoge und Komponist hatte auf Wunsch seines Vaters zunächst Medizin studiert (1898 Dr. med.). Kompositionsstudium bei Rob. Fuchs. 1903-38 wirkte er als Professor für Musiktheorie an der Musikakademie Wien, bis er zwangspensioniert wurde. 1939-41 Lehrer am Curtis Institute of Music in Philadelphia (Schüler: L. Bernstein), 1942/43 am Cincinnati Conservatory in Ohio, 1942-50 Professor am St. Michaels College in Winooski

 

DEUTSCH, Otto Erich, 5.9.1883 Wien -23.11.1967 Wien

Musikwissenschaftler. Studierte in Wien und Graz Kunst- u. Literaturgeschichte. Kunstkritiker für "Die Zeit" 1908/9. Univ.-Assistent am kunsthistorischen Institut in Wien 1909-12, Beginn der Schubertforschungen. 1919-24 Buchhändler. 1926-35 Bibliothekar bei Anthony van Hoboken. Ab 1928 Professor an der Wr. Universität. 1939-53 im englischen Exil in Cambridge, von wo aus er mit seinen in englischer Sprache erschienenen Werken Weltruhm erntete (1951: Schubert. Thematic Catalogue of All his Works; „Deutsch-Verzeichnis“). Zahlreiche weitere Veröffentlichungen seiner noch heute gültigen Quellenforschungen zu Mozart und Schubert sowie über Beethoven, Brahms und Haydn.

 

35. Todestag

NETTL, Paul, 10.1.1889 Hohenelbe (Vrchlabí, Ostböhmen) - 8.1.1972 Bloomington (Ind., USA)

Musikwissenschaftler. Erhielt Violinunterricht; studierte in Prag Rechtswissenschaften (1908-13, Dr. iur.), später Musikwissenschaft und Theorie (Dr. phil., 1915). Nach dem Krieg wurde Nettl Assistent des Musikwissenschaftl. Instituts der deutschen Universität in Prag und habilierte sich 1920 als Privatdozent. 1939 Emigration über NL in USA, Lehrtätigkeit in Princeton (Westminster Choir College). 1946 Professur an der University Indiana in Bloomington, außerdem an den Universitäten in Cincinnati und der Roosevelt University in Chicago. 1956 Mozartmedaille Mozarteum Salzburg

 

25. Todestag

DEUTSCH, Max, 17.11.1892 Wien - 22.11.1982 Paris, zugleich 115. Geburtstag

Komponist, Dirigent und Musikpädagoge östr. Herkunft, studierte an der Wiener Univ. und bei Schönberg. Kapellmeister, Filmkomponist: G.W.Pabst: Die freudlose Straße, Der Schatz. 1924 Übersiedlung nach Paris, wo er 1925 das lyrische Theater „Der jiddische Spiegel“ gründete, veranstaltete Konzerte, in denen er die Werke Schönbergs, Bergs und Weberns erstmals in Frankreich aufführte, und komponierte Musik für Revuen („Moulin Rouge“). 1940-45 gehörte er der Fremdenlegion an, kehrte 1945 nach Paris zurück und widmet sich seitdem der Lehrtätigkeit (zu seinen Schülern zählen u.a. Bussotti, Jacqueline Fontyn, M. Karkoff, N. Maw, A. Mellnäs und M. Panni). 1960 gründete er die Grands concerts de la Sorbonne.

 

GREISSLE, Felix, 15.11.1894, Wien - 26.4.1982, New York             

Greissle wurde 1920 Privatschüler Schönbergs, im Jahr darauf heiratete er Schönbergs Tochter Gertrud. Er war Vorstandsmitglied und zeitweilig Sekretär im Verein für musikalische Privataufführungen, für den er auch zahlreiche Werke für kleinere Besetzungen bearbeitete und Klavierauszüge herstellte. 1938 emigrierte er in die USA, wo er Lektor beim Verlag G. Schirmer wurde. Zudem gab er Theorie- und Kompositionsunterricht an der Columbia University und an der Philadelphia Academy of Music.

 

20. Todestag

SCHIDLOF, Peter, 9.9.1922 Wien - 16.8.1987 Cumbria; Südafrika (Unfall), zugleich 85. Geburtstag

Geiger, Bratscher
Nach Schulbesuch in Wien Flucht nach England 1938, 1948 war das Amadeus-Quartett erstmals unter diesem Namen in einem denkwürdigen Konzert in der Londoner Wigmore Hall öffentlich aufgetreten. Schon am 13. Juli 1947 gaben die Musiker (noch als Brainin-Quartett) ein viel beachtetes Konzert im großen Saal der Darlington Hall mit Werken von Mozart, Schubert und Beethoven. Als Quartett hatten sich die vier in London gefunden, wohin die drei österreichischen Geiger Brainin, Nissel und Schidlof geflohen waren, weil sie Juden waren.

 

GAL, Hans, ,  5.8.1890 Brunn a. Geb. (NÖ) - 3.10.1987 Edinburgh;.

Komponist, Musikschriftsteller. Nach musiktheoretischen Studien bei E. Mandyczewski in Wien und der Promotion bei G. Adler an der Universität Wien (1913) war er dort 1918-23 Lektor für Musiktheorie. Anschließend folgte er H. Rosbaud als Direktor der städtischen Musikschule in Mainz, kehrte 1933 jedoch wieder nach Wien zurück u. wirkte bis 1938 als Dirigent der Wr. Madrigalvereinigung und des Wr. Konzertorchesters. Seit 1938 lebte G. in England, wo er 1945 Dozent für Kontrapunkt und Komposition an der Universität Edinburgh wurde, die ihn 1948 mit dem Titel eines MD auszeichnete. 1977 Dr. h.c. Uni.  Mainz.

 

10. Todestag

ZIPPER, Herbert, 27.4.1904 Wien - 21.4.1997 Santa Monica (Ca)

Dirigent, Komponist, Lehrer. Kompositionsstudium bei J. Marx. 1929 Leiter des Wr. Madrigalchores. 1930-33 am Düsseldorfer Konservatorium Lehrer für Theorie und Komposition. 1933 wieder in Wien. Mit Erich Simon Leiter des von H. Scherchen gegründeten Wr. Konzert-Orchesters. 1934-38 Kompositionen für die RAVAG und d. Kabaretts „Literatur am Naschmarkt“, „Stachelbeere“ und „Der lieber Augustin“. 1938 KZ Dachau, komponierte dort das Dachau-Lied (Text J. Soyfer). Nach der Freilassung emigrierte er nach Frankreich, dann  nach Manila. Dort 1939-46 Direktor der Musikakademie, ab 1940 auch Dirigent des SO. 1947-61 Lehrtätigkeit an der New School for Social Research (Musikfakultät) in NYk.

 

SPIELMANN Fritz (Fred Spielman), 20.11.1906 Wien -21.3.1997 New York

Komponist, Pianist. Klassische Ausbildung an der Wr. Musikakademie bei J. Marx und H. Gál. Auftritte als Pianist und Begleiter von R. Tauber. In den 30er Jahren in Österreich populärer Schlager- (I muaß an Doppelgänger hab´n; Schinkenfleckerln") und Bühnenkomponist, u.a. für das Kabarett „Der liebe Augustin“. 1938 über Paris in die USA ins Exil, ab 1944 vor allem als Filmkomponist erfolgreich.


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